
Fachbeiträge zum Thema Schafe, Ziegen und Gehegewild
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Archiv - Fachbeiträge Schafe, Ziegen und Gehegewild aus vorhergehenden Jahren
Sachkundelehrgang für Gehegewildhalter als „kundige Person“ gemäß VO 853/2004, 28.10.2011, Iden
| Vorträge: |
| Dr. Pfeifer "Anatomie und Physiologie von Farmwild" (TGD Sachsen-Anhalt) |
| Dr. Pfeifer "Abnormes Verhalten und Krankheiten beim Gatterwild" (TGD Sachsen-Anhalt) |
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Fachtagung des Bundes für landwirtschaftliche Wildhaltung e.V., 27.-29.05.2011, Stangerode
| Vorträge: |
| Dr. Pfeifer "Prophylaxe und Bekämpfung von Krankheiten beim Gehegewild" (TGD Sachsen-Anhalt) |
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12. Fortbildungsveranstaltung für Schaf- und Ziegenhalter sowie Hoftierärzte
Die 12. Fortbildungsveranstaltung für Schaf- und Ziegenhalter sowie Hoftierärzte fand am 11.03.2011 wiederum im Tagungsraum
der LLFG in Bernburg-Strenzfeld statt.
120 Tierhalter, Tierärzte und Gäste verfolgten aufmerksam das vielseitige Tagungsprogramm, welches trotz des knappen Zeitplanes
offensichtlich keine Fragen offen ließ.
Im ersten Veranstaltungsteil wurde mit der Endoparasitenbekämpfung das Thema der Vorjahrsveranstaltung noch einmal aufgegriffen.
Frau Dr. Pfeifer sprang für eine Referentin ein, die kurzfristig verhindert war, und gab einen Überblick über „Alternative Methoden in
der Endoparasitenbekämpfung“ mit dem Schwerpunkt „antiparasitäres Weidemanagement“. Die weltweit zu verzeichnende Zunahme an Resistenzen gegen
Anthelminthika haben der Forschung an diesen Themen in den letzten 20 Jahren deutliche Impulse gegeben.
Danach stellte Frau Skrypzcak von der Fa. Novartis mit dem Wirkstoff Monepantel einen Vertreter einer neuen Wirkstoffgruppe
gegen Nematoden vor und empfahl einen verantwortungsvollen Einsatz in Betrieben mit bereits vorkommenden Resistenzen, in der Wirkstoffrotation bzw. in
Quarantänebeständen.
Frau Dr. Pfeifer stellte dann die Ergebnisse der im Vorjahr begonnenen Parasitenstudie in Sachsen-Anhalt vor, die bei vielen Schaf- und
Ziegenhaltern auf reges Interesse und den Wunsch nach Fortsetzung stieß. Die Untersuchung diente der Feststellung des Behandlungserfolges vorgenommener
„Wurmkuren“, aber auch der Kontrolle der Wurmbürde, der Behandlungsnotwendigkeit bzw. des richtigen Behandlungszeitpunktes.
Im folgenden Veranstaltungsteil sprach Dr. Salchert (Geschäftsführer Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt) über die erfolgreiche Bekämpfung der
Blauzungenkrankheit aus Sicht der Tierseuchenkasse. Er umriss die Kosten des Verfahrens, das Impfverhalten der Tierhalter im ersten freiwilligen
Impfjahr und die Risikoeinschätzung des FLI zum Auftreten der Tierseuche in den nächsten Jahren. Danach rief Dr. Lutter (Veterinäramt Salzlandkreis)
noch einmal die amtstierärztlich zu verhängenden Konsequenzen eines (erneuten) Ausbruches der Blauzungenkrankheit in Erinnerung.
Die 30-minütige Pause wurde für rege Diskussionen genutzt. Dank einer verbesserten Organisation der Pausenversorgung, in bewährter Weise vom
Gasthof „Zum Krug“, konnte der 3. Veranstaltungsteil ohne Verzögerung beginnen, der in diesem Jahr dem Hauptthema Clostridiosen gewidmet war.
Zunächst stellte Dr. Moog (Tiergesundheitsdienst Thüringen) altbekanntes, aber auch neues Wissen über Clostridienerkrankungen vor. Dies war für die
meisten Tagungsteilnehmer ein besonders interessantes, weil selbst erlebtes Thema. Seiner bodenständigen Vortragsweise gelang es, die mitunter für
die Zuhörerschaft etwas komplizierten Erkenntnisse griffig zu gestalten und an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
Die sich aus diesem bedeutenden Thema ergebende Frage nach einer möglichen Prophylaxe von Clostridiosen durch Impfschutz beantwortete dann
Frau Dr. Stemme von der Fa. Intervet.
Dr. K.H. Kaulfuß (Elbingerode) und Dr. F. Pfeifer (Tiergesundheitsdienst) rundeten mit zwei beeindruckenden Fallberichten das Thema ab.
Sie machten damit auf Risiken aufmerksam, die der Schaf- und Ziegenhalter mit der Nutzung bestimmter Weideflächen (hier Ufernähe) einerseits und mit
der Durchführung invasiver Verfahren am Tier (Massen-Injektion, Kupieren, Kastrieren, Scheren) unter Vernachlässigung hygienischer Anforderungen
andererseits eingeht.
Mit diesen, hoffentlich für Nachdenken bei den Zuhörern sorgenden Eindrücken ging ein interessanter Nachmittag zu Ende.
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